Pendeln mit der Bahn? Perfekt für mich. Perfekt für alle.

7 Fragen an Julia Ingmaier

Morgens einen Social Media-Post, abends einen Podcast. Julia Ingmaier (40) erzählt uns von den vielen Vorteilen des Pendelns und wie sie die zweimal zwanzig Minuten im Zug zwischen Saarbrücken und Homburg täglich am besten nutzt.

Frau Ingmaier, besitzen Sie ein Auto?

Meine Firma stellt mir ein Auto zur Verfügung. Ich chauffiere damit vor allem meine Teams zu Kundenterminen. Privat nutze ich es nur äußerst selten und wenn, dann eigentlich nur für größere Einkäufe.

Sie fahren also jeden Tag, das ganze Jahr, mit der Bahn zur Arbeit?

Bis auf sehr wenige Ausnahmen, ja. Und diese Ausnahmen bringen meinen Tag dann gleich morgens durcheinander, wenn ich mal wieder im Stau stehe und dadurch schon gestresst auf der Arbeit ankomme.

Was ist der große Vorteil am Pendeln mit der Bahn?

Ich bin ein sehr organisierter Mensch. Struktur tut mir gut. Wenn ich mich morgens in den Zug setze, kann ich die zwanzig Minuten nutzen, um mich konzentriert auf ein Meeting vorzubereiten, die Nachrichten zu lesen oder zu twittern. Das geht im Auto nicht.

Tipps zum Zeitmanagement

Nutzen Sie auch die Zeit im Zug auf Ihrer Heimfahrt?

Natürlich. Zum Entschleunigen. Ich muss den ganzen Tag schnell reagieren und Entscheidungen treffen, zweimal die Woche gehe ich abends noch ins Handballtraining. Die Bahnfahrt zwischen all den Terminen tut mir irrsinnig gut, um runterzukommen und mich neu zu sortieren. Oft höre ich dabei einen Podcast, lasse den Blick aus dem Fenster in die Natur schweifen, und den Tag noch einmal Revue passieren.

Podcast-Tipps

Nutzen Sie die Bahn auch am Wochenende?

Sie werden lachen - ja. Bahnfahren erinnert mich sehr an meine Kindheit und an meinen Vater. Auch er war begeisterter Zugfahrer. Er ist oft mit mir in den Zug gestiegen und in die Natur gefahren. Mit oder ohne Rad, im Frühsommer zum Baden, im Spätsommer zum Pilze sammeln. Das Wetter war bei ihm immer eher Nebensache. Hauptsache wir fahren ins Grüne, was gemeinsam unternehmen - hat er immer gesagt.

Stellen Sie sich vor, Sie hätten drei Wünsche frei.

Ich wünsche mir einen Hund, einen großen Retriever. Momentan arbeite ich dafür jedoch zu viel. Er wäre zu oft alleine. Und irgendwann hätte ich gerne einen kleinen eigenen Garten mit vielen Blumen und Gemüsebeet. Und ich wünschte, es gäbe noch mehr Krimis übers Zugfahren wie "Girl on the train" - mein Lieblingskrimi.