Industriekultur im Saarland: die Völklinger Hütte und das Paradies

Das Weltkulturerbe Völklinger Hütte ist weltweit das einzige Eisenwerk aus der Blütezeit der Industrialisierung, das vollständig erhalten ist. Bis 1986 wurden hier Erze zu Eisen und später zu Stahl verhüttet. Nach der Stillsetzung fielen Hochofengruppe, Kokerei, Sinterhäuser, Möllerhalle, Handwerkergasse und Gebläsehalle kurzzeitig in einen Dornröschenschlaf, bevor die Völklinger Hütte 1994 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde. Mit Einführung des neuen Besucherkonzepts seit 2000 ist das Weltkulturerbe Völklinger Hütte endgültig für alle Menschen offen.

Weltkulturerbe Völklinger Hütte / Gerhard Kassner ©Weltkulturerbe Völklinger Hütte bei Nacht (in der Installation "Licht- Lumière"von Hans-Peter Kuhn)
Weltkulturerbe Völklinger Hütte / Gerhard Kassner ©

Ein Besuch im Weltkulturerbe Völklinger Hütte ist ein Abenteuer: tief hinein geht es in die dunklen Gänge der Möllerhalle, hoch hinauf führt der Anstieg in luftige Höhe auf die Aussichtsplattform am Hochofen.

Die Multimedia-Einführung in der Sinteranlage schickt auf eine Zeitreise von den Anfängen der Völklinger Hütte bis in die Gegenwart im 21. Jahrhundert.

An der Granulieranlage lädt der Picknickplatz zum Verweilen und zu einem Blick auf das idyllische Granulierbecken ein: entspannen zwischen bunten Wasserpflanzen und trotzigem Stahl. Aufstieg zur Gichtbühne in 27 Metern Höhe: hier wurden die Rohstoffe in die Hochöfen gefüllt. Wer noch höher hinaus will, erklimmt die Aussichtsplattform der Hochofengruppe. Hier bietet sich ein unvergleichlicher Rundblick.

Seit 2007 ist die Gichtbühne in ihrer ganzen Länge von 240 Metern begehbar. Ein eindrucksvolles Erlebnis. Über das Kohlegleis mit der 20 Meter langen Wendelrutsche und den Gebläsesteg geht es in die Gebläsehalle.

Der Rundgang ist in weiten Teilen barrierefrei durch Rampen und Aufzüge. Mehr als 7 km spannende, gut beschilderte Wege laden zur Entdeckungstour ein. Um alles zu erleben, sollte man je nach persönlichem Tempo zwei bis drei Stunden einplanen.

Und auch wer die ehemaligen Industrieanlagen bereits kennt, kann mit dem umfangreichen Kulturprogramm und wechselnden Ausstellungen in der Völklinger Hütte immer wieder neue Welten entdecken.

Aber was hat die ehemalige Metallhütte nun mit dem Paradies zu tun?
Zwischen Kokerei und Saar lag fast 25 Jahre ein Areal brach und bot Tieren und Pflanzen einen einzigartigen, ungestörten Lebensraum im Schatten des Industriedenkmals. Um diesen Raum zu bewahren und erlebbar zu machen, entstand auf einer Fläche von über 30.000 Quadratmetern ein Landschaftsgarten mit zwölf Gartenräumen. Alle vermitteln unterschiedliche Erfahrungen und Emotionen in und mit der Natur und ihrem Dialog mit der Industriekultur - von höchster Ruhe bis zu lebhafter Energie - und sind schon aus diesem Grund bereits einen eigenen Besuch in Völklingen wert.

Das Weltkulturerbe Völklinger Hütte ist vom Bahnhof Völklingen aus bequem in drei Minuten zu Fuß zu erreichen. Bei der Planung der Anreise hilft unsere Reiseauskunft.

Reiseauskunft

Kontakt

Weltkulturerbe Völklinger Hütte
Europäisches Zentrum für Kunst und Industriekultur
66302 Völklingen / Saarbrücken

Besucherservice
Montag bis Freitag von 8.30 Uhr bis 17 Uhr
Tel.: 06898-9100-100
Fax: 06898-9100-111

Das könnte Sie auch interessieren

Ausflugsziele

Einfach mehr erleben

Die schönsten Ausflugsziele der Region

Jetzt entdecken

Tickets & Services

Immer informiert

Alle Ticketangebote und Services auf einen Blick

Mehr erfahren

Über uns

Wer wir sind

Bahnfahren im Südwesten stellt sich vor.

Mehr über uns